Seminare

Vom Wagnis, mich auf meine Seite zu stellen Frauen*- und Mädchen*arbeit mit den Vier Schilden

5.04.2019 – 17.04.2019

Kulturdenkmal Appenhof, Rothschönberg

Vom Wagnis, mich auf meine Seite zu stellen

Frauen*- und Mädchen*arbeit mit den Vier Schilden

Für einen professionellen Beziehungskontakt ist es immer wieder wichtig, sowohl das eigene Handwerkszeug neu zu schleifen, als auch sich selbst vertiefend auf die Spur zu kommen. Dazu gehört es, innezuhalten, zurück zu blicken und sich bewusst zu werden, wie die eigene biografische Geschichte erzählt und in Anspruch genommen wird. Dieser Notwendigkeit wird im Arbeitsalltag meist wenig Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch bleiben Rollen und Verhaltensweisen unhinterfragt, Entwicklungspotentiale eines eigenen, individuellen Frauenbildes liegen brach und unsere Vorbildwirkung für Mädchen und junge Frauen bleibt undeutlich und diffus.

Jede Teilnehmer*in wird Zeiten für sich allein in der Natur verbringen, unterwegs als Forscher*in in ihrer eigenen und im denkbar weitesten Sinne weiblichen Landschaft, um Qualitäten wie Selbstachtung und Milde, aber auch Selbstbewusstsein, Entscheidungskraft und Mut zur Einmischung und zur Gestaltung gesellschaftlicher und politischer Räume aufzuspüren. So kann die eigene Biografie nicht nur neu erzählt, sondern auch ein stückweit neu erlebt werden. Wichtig ist dabei immer, die emotionale Qualität der Wertschätzung der eigenen Person zum Ausdruck zu bringen.

Denn ein guter Selbstwert ist Ziel einer jeden Begleitung von Menschen, setzt jedoch ein positives stabiles Selbstwertgefühl der Begleiter*innen voraus. Die kennengelernten Methoden eignen sich bei entsprechender Erfahrung zur Übertragung in die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen*.

Referent*innen: Karina Falke & Andrea Scholz
Methoden: Entwicklungsmodell der Vier Schilde, initiatische und erlebnispädagogische Methoden
Zielgruppe: Weibliche* Fachkräfte der Jugendhilfe

Kosten: (inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Mitglieder: 140,00 Euro
Nichtmitglieder: 160,00 Euro

Ansprechpartner*in: Andrea Scholz
Telefon: (0371) 5 33 64 – 18

 

Ein Seminar der AGJF Sachsen e.V. (www.agjf-sachsen.de)

Erlebnisladen Pädagogische Potentiale von rangeln, slacken und kochen
29.04.2019 – 30.04.2019

Walden-Basecamp Chemnitz/Euba

Erlebnisladen

Pädagogische Potentiale von rangeln, slacken und kochen

Jugendliche streben danach sich auszuprobieren. Ob bewusst oder unbewusst, wollen sie Neues über sich lernen und ihre Grenzen spüren. In der Erfahrung von Körperlichkeit liegt zudem ein wichtiger Entwicklungsschritt im Jugendalter. Herausforderungen, abseits des Gewohnten können für dieses Bestreben gelingende Impulse setzen. Durch eine wertschätzende und ressourcenorientierte, pädagogische Begleitung können junge Menschen in erfahrungs- und handlungsorientierten Aufgaben Selbstwirksamkeit erleben und daraus neue Perspektiven auf sich gewinnen. Im Seminar werden wir uns drei handlungs- und bewegungsorientierten Methoden widmen.

➜  »Ringen, Rangeln und Raufen« lustvoll die eigenen Grenzen und die der Anderen zu spüren, kennenzulernen und auszutesten
➜  »walk a line« eigene Schritte gehen, auf einem bisher unbekannten Terrain, Balance finden und sich der Unsicherheit stellen, um sicher ans Ziel zu gelangen
➜  »Feuerkochkunst« anders als gewohnt Essen am Feuer zubereiten und genießen. Mit Kopf, Herz und Hand soll ein wirkungsvoller Transfer in die eigene pädagogische Tätigkeit überprüft werden.

Referent*innen: Marko Lungwitz, Hendrik Hadlich & Andrea Scholz
Methoden: Rangeln und Raufen, Slackline, Feuerkochen
Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendhilfe

Kosten: (inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Mitglieder: 90,00 Euro
Nichtmitglieder: 110,00 Euro

Ansprechpartner*in: Andrea Scholz
Telefon: (0371) 5 33 64 – 18

Ein Seminar der AGJF Sachsen e.V. (www.agjf-sachsen.de)

Wenn Flügel wachsen Übergänge mit Jugendlichen bewusst gestalten

02.09.2019 – 04.09.2019

Walden-Basecamp Chemnitz/Euba

Wenn Flügel wachsen

Übergänge mit Jugendlichen bewusst gestalten

In der sensiblen Phase des Umbruchs brauchen Jugendliche Erfahrungsräume, die für die verschiedenen Übergänge Herausforderungen mit Ernstcharakter anbieten und damit auch die vielen Veränderungen wertschätzend thematisieren. Wegen der weit verbreiteten Bewegungsarmut sind dabei die Auseinandersetzung mit der körperlichen Leistungsfähigkeit und Grenzerfahrungen, die nicht lebensbedrohlich oder gesellschaftlich sanktioniert sind, in dieser Entwicklungsphase wichtig.

Im Seminar werden Übergangsrituale, als bewusst herbeigeführte Gelegenheit, das Vergangene auf würdige Weise zu verabschieden und das »Neue« zu entdecken, vorgestellt und gemeinsam in Übungen erlebt und reflektiert. Mit dieser Möglichkeit können Jugendliche zu einem besseren Verständnis der anstehenden (Lebens-)Aufgaben gelangen.

Die Qualitäten des ressourcenorientierten Entwicklungsmodells »Zugehörigkeit–Meisterschaft–Unabhängigkeit–Großzügigkeit« nutzen wir als zentrale Werte für die (sozial-)pädagogische Begleitung. Dieses Verständnis aus der traditionellen Pädagogik der Native Americans versteht sich als Wertemodell für psychische Gesundheit in einer funktionierenden Gemeinschaft in erster Linie zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Es taugt sowohl zur Orientierung beim Entwickeln eines erlebnispädagogischen Programms, als auch als Beobachtungs- und Diagnoseinstrument.

Referent*innen: Hendrik Hadlich & Andrea Scholz
Methoden: Erfahrungsorientiertes Lernen in der Natur, Selbsterfahrung, Circle of Courage
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Erzieher*innen, die die Natur als Lernfeld nutzen

Kosten: (inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Mitglieder: 140,00 Euro
Nichtmitglieder: 160,00 Euro

Ansprechpartner*in: Andrea Scholz
Telefon: (0371) 5 33 64 – 18

 

Ein Seminar der AGJF Sachsen e.V.